HLA Gernsbach – auf den Spuren des Grundgesetzes am Bundesverfassungsgericht

Auch wenn wir aus Sicherheitsgründen nicht hinter den Tisch der Bundesverfassungsrichter durften, war es doch ein beeindruckender Moment im großen Sitzungssaal unter dem über 600kg schweren Holzadler an der Stelle zu stehen, wo große Entscheidungen zu schicksalhaften Momenten in der Geschichte der Bundesrepublik getroffen wurden und werden.

Die Besichtigung des gläsernen Sitzungsaals, des Plenarsaales und des Presseraumes war auch eine Reise durch die Geschichte des Bundesverfassungsgerichtes. So hängen an den Wänden die Porträts des aktuellen und der ehemaligen Präsidenten/innen des Bundesverfassungsgerichtes. Dreht man sich weg von den Innenwänden eröffnet sich ein fulminanter Ausblick durch die verglasten Fronten in den Schlossgarten. Nebenbei erfuhren wir unter anderem, dass die verglasten Fronten nach dem Entwurf des Architekten die Transparenz der obersten deutschen Gerichtsbarkeit symbolisieren sollen und dass das Bundesverfassungsgericht als 5. Verfassungsorgan mit einem eigenen Haushalt i. H. v. 40 Millionen Euro im Jahr ausgestattet ist.

Garniert durch Erzählungen zum Ablauf einer öffentlichen Verhandlung, der Tatsache, dass die purpurroten Roben nicht alleine an- und ablegbar sind und dass die Roben von Richter zu Richter weitergegeben werden, war es ein kurzweiliger Vormittag an einem geschichtsträchtigen Ort kurz vor dem 70 jährigen Bestehen der Grundrechte.

Ganz besonders bedanken möchten wir uns bei Herrn Stadler vom Bundesverfassungsgericht für die sehr ausführliche und durch persönliche Erinnerungen spannend gestaltete Führung sowie der Landeszentrale für politische Bildung Heidelberg für die Stadtrally zu „Karlsruhe im Zeichen des Rechts“ und die Organisation.