Chat der Welten trotz der Krise

Für die Schüler im Berufskolleg der Handelslehranstalt Gernsbach bedeutete die Corona-Krise einen tiefen Einschnitt in ihren gewohnten Schulalltag. Auch die Arbeit an Projekten ist bis heute von den Schulschließungen betroffen.

Foto: Teilnehmer an der Videokonferenz mit Burundi

In Zusammenarbeit mit ihren Lehrern und den Bildungsreferentinnen Sylvia Holzhäuer und Tete- Divine Umulisa vom Entwicklungspädagogischen Informationszentrum (Epiz) konnte dennoch der Start in ein Nachhaltigkeitsprojekt umgesetzt werden. Die Gruppe organisierte in der vergangenen Woche eine Videokonferenz mit Schülern aus dem afrikanischen Burundi. Das Programm CHAT der WELTEN kombiniert Globales Lernen und den Einsatz digitaler Medien. Der Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern aus dem Globalen Norden und Globalen Süden findet online statt und ermöglicht Lernen in einer außergewöhnlichen Form. So trafen sich rund fünfzehn Schüler der HLA und des Ecole française Saint Exupery aus der Großstadt Bujumbura auf einer Videoplattform zum gegenseitigen Austausch. Moderiert wurde die 90-minütige Veranstaltung von der Gernsbacherin Tete-Divine Umulisa, die bereits im Vorfeld Verbindungen in das ostafrikanische Land herstellen konnte.

Das Thema der Unterhaltung auf Englisch war zunächst die Corona Pandemie und deren Einfluss auf den Alltag der Schüler. So berichteten die Schüler aus Burundi, dass ihre Schule noch voll geöffnet sei, aber Clubs und Bars ihren Betrieb einschränken mussten. Die Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren tauschten sich im Anschluss über Gemeinsamkeiten im Bereich Sport und Technologie aus. „Es war interessant, dass die Schüler aus Burundi auch so viel Zeit in den sozialen Medien verbringen“, stellte die siebzehnjährige Martina Klein aus Gaggenau nach der Diskussion fest.

Im Rahmen des Projekts planen die Schüler und Lehrer schon eine weitere Videokonferenz. Dabei lässt sich feststellen, wie durch die anhaltende Krise der Einsatz der digitalen Medien zunehmend leichter fällt. Das Thema des nächsten Treffens steht auch bereits fest. „Musik, die uns bewegt“, erklärt Tete-Divine Umulisa. „Dazu gehören Unterschiede, Ähnlichkeiten und die Art und Weise, wie Musik uns alle zusammenbringt.“