Online-Workshop Entrepreneurship

Die Generation Z wird unsere Welt verändern, wie keine Generation vorher. Besonders in der derzeitigen Situation nutzen junge Menschen viele unterschiedliche digitale Medien, um berufliche Fortschritte zu erzielen. Schüler der HLA Gernsbach konnten jetzt an einem Startup Programm mit dem G-Lab der Hochschule Karlsruhe für Technik und Wirtschaft und der Organisation Next Entrepreneurs teilnehmen. In dem vier Tage umfassenden Online-Workshop geht es darum, das Thema Entrepreneurship intensiv und aktiv kennenzulernen. „Deutschland ist darauf angewiesen, dass junge, innovative Köpfe unseren Status als Erfindernation mit exzellenten Produkten Made in Germany festigen, weil unserer Wirtschaft sonst in einem globalisierten Wettbewerb die Existenzgrundlage entzogen wird“, betont Lehrer Michael Schmitt, der seine Schüler zur Teilnahme an dem Programm ermutigte. Die Schüler aus der Wirtschaftsoberschule in Gernsbach begannen Ihre Teamarbeit mit anderen Schülern, Studierenden und Alumni auf einer Internetplattform. „Die Form eines Onlinemeetings war eine ganz neue Erfahrung für mich“, erläutert Cedric Wobst aus Gernsbach. Gemeinsam wurden in Kleingruppen neue Tools zur visuellen Zusammenarbeit genutzt. „Wir haben gelernt, wie man aus einer Idee etwas verwirklichen kann“, erläutert die aus Rastatt stammende Schülerin Paulina Lubik. Roger Zimmermann, dem Initiator der Veranstaltung, geht nicht darum aus allen Schülern Start-up Gründer zu machen. „Wir möchten mit dem Programm Schülern aufzeigen, wie man an Fragestellungen, die durch den digitalen Wandel und Themen wie künstliche Intelligenz entstehen, herangeht.“ Wer als Jugendlicher Methoden aus der Startup-Welt, wie beispielsweise Design Thinking erlernt, kann sich später schnell in neue Aufgaben und komplexe Situationen hineindenken. Durch die Arbeit an neuen und vor allem realen Ideen in gemischten Teams, können die Schüler besonders voneinander lernen. Moderiert wurde der erste Workshop von Maja Malović, welche die Schüler der HLA zum Weiterdenken motivierte. „Die Veranstaltung hat mir gezeigt, wie man kreativ und offen neue Problemstellungen angeht“, fasst der 20-jährige Werner Schroer zusammen. „Zudem hat man durch die Teilnahme eine Idee, was nach einem Wirtschaftsstudium alles möglich ist.“

Escape Room

Wenn das Klassenzimmer zum Exit-Game wird – Schüler*innen der HLA Gernsbach retten das Internet vor einem verrückten Professor

 

Es beginnt alles ganz harmlos und lustig mit einer kleinen Geschichte über einen Professor, der in den Kellern der HLA Gernsbach das Internet erfunden und von dort aufgebaut haben soll. Eigentlich sollte der Professor den Schüler*innen auch eine Einführung in sein Meisterwerk geben, doch leider ist er seit Tagen verschwunden.

Mitten in die Geschichte platzt ein Video des Professors und plötzlich geht alles ganz schnell:

Der Professor hat tatsächlich einen Virus zur Zerstörung des Internets geschrieben und diesen gerade gestartet. Den Schüler*innen bleiben nur 60 Minuten, um im verwaisten Büro des Professors Hinweise zu finden und Rätsel zu lösen, wie das Passwort des Laptops geknackt und das Programm gestoppt werden kann.

 

Dieser Aufgabe stellten sich in den ersten Schulwochen alle neuen Klassen an der Handelslehranstalt Gernsbach.

Unter der Leitung von Stephanie Daferner, Andrée Dittrich und Jan-Olaf Kaiser ist an der HLA Gernsbach ein Exit-Game entstanden, das die Schüler*innen und insbesondere ihre Teamfähigkeiten fordert. In Zeiten von Corona war es den Schüler*innen somit dennoch möglich, in Klassenverbänden zusammenzuwachsen – ohne lange Anreisewege und viele Kontakte außerhalb des Klassenverbandes in Kauf nehmen zu müssen.

Neben Rätseln zu Algorithmen und Binärcodierung können viele Aufgaben des Spiels nämlich nur im Team oder durch Querdenken gelöst werden. Die schnellste Lösungszeit des Spiels lag bei 40 Minuten.

Nachhaltiges Wirtschaften in Schülergenossenschaften

Mit ausgedienten Skateboards neue Designregale herstellen und diese auf einem Designmarkt verkaufen – diese Idee verfolgten Schülerinnen und Schülern der Schülergenossenschaft Eventure in einem Projekt der Handelslehranstalt Gernsbach. Die Schülerfirma aus dem Berufskolleg 1 wollte mit Ihrer Umsetzung zeigen, dass sich scheinbare Abfallprodukte durch ein Upcycling in neue Gebrauchsgegenstände verwandeln lassen.

Die Schülergenossenschaft, deren Hauptgeschäftsfeld die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen und Events ist, beschäftigt sich seit einiger Zeit mit dem Handlungsprinzip der Nachhaltigkeit. So wurden in der Vergangenheit bereits Projekte zum Klimaschutz, wie der Verleih eines Elektrolastenrads von der Schülerfirma umgesetzt. Bei Ihrem letzten Ansatz wollte die Projektgruppe mit der Umarbeitung von alten Skateboards die Verschwendung von Ressourcen bearbeiten. Den Rahmen für die Projektarbeit bot die Teilnahme am BEO Wettbewerb Berufliche Schulen der Baden-Württemberg Stiftung, welche die Umsetzung finanziell und mit Workshops unterstützte. Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren suchten sich zudem externe Partner und konnten schließlich sogar den Europameister im Skateboarden Alex Mizurov, als Paten für das Projekt finden. Mizurov signierte die in sorgfältig geplanten Arbeitsschritten hergestellten Designregale und lieferte Input in Sachen Motivation und Zielstrebigkeit. Diese Ratschläge konnte die Projektgruppe gut gebrauchen, da die Corona-Pandemie sämtliche weitere Pläne durchkreuzte.

Schüler mit Profiskateboarder Alex Mizuro

So war der Verkauf der Regale auf einem Künstler- und Designmarkt nicht mehr realisierbar und auch die geänderten Bedingungen im Schulbetrieb erforderten kreative Lösungen für die Fortführung des Projekts. Die Schülergenossenschaft entschloss sich in den folgenden Wochen für den Verkauf über Internetplattformen und im Bekanntenkreis. Es konnte letztlich genug Geld erwirtschaftet werden, um aus dem Erlös für einen guten Zweck zu spenden. Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich für die Unterstützung von skate-aid, einer Organisation, die weltweit Kinder im Rahmen der Jugendhilfe, des Sports, der Kultur und der Völkerverständigung unterstützt. Konkret fließt das Geld in ein Skateboard Hilfsprojekt in Ruanda. Auch im neuen Schuljahr möchten die Schüler ihr Engagement im Rahmen der von gelebter Nachhaltigkeit an der HLA Gernsbach fortsetzen.

Vertreterinnen der Schülergenossenschaft mit Bildungsreferentin Divine Umulisa aus Ruanda bei der Spendenübergabe